<![CDATA[Traffle - Blog]]>Mon, 20 May 2024 18:13:16 +0200Weebly<![CDATA[Energie. Masterplan. Bensheim.]]>Mon, 05 Dec 2022 13:31:35 GMThttp://traffle.net/blog/gunstige-grune-energie-im-grune-strasse-quartierWenn Bürger-Innen Bensheims über die Ritze unter ihren einfach verglasten Haustüren 30% ihrer Energie verschwenden, können sie durch Dämmstoffe Ihre Energiebilanz verbessern, ohne etwas an der Art der Energieerzeugung zu ändern. Wenn der Reifendruck aller Busreifen im öffentlichen Personennahverkehr Bensheims um 0,5 bar zu niedrig ist, erhöht dies den Kraftstoffverbrauch um 5%, und verschlechtert die Energiebilanz der Stadt Bensheim, selbst wenn alle Busse mit Wasserstoff fahren.

Traffle lädt Bürger-Innen im Umfeld der Grüne Straße ein, am Prozess der Gestaltung eines Energie Masterplans für ihre Stadt (D-64625 Bensheim) mitzuwirken.
  
"Warum braucht Bensheim einen Energie Masterplan?"

Was ist die Beziehung zwischen der Isolierung von Gebäuden, dem Reifendruck von Bussen und dem Masterplan?
 
Der Energieverbrauch jedes einzelnen Gebäudes und jedes Busses in Bensheim sind zwei Elemente von vielen, die zusammen zur Definition des Gesamtenergieverbrauchs der Stadt führen. Aus der Vogelperspektive betrachtet, ergibt sich die Summe des Energieverbrauchs von Bensheim durch die Addition des Energieverbrauchs jedes einzelnen Gebäudes, jedes einzelnen Busses, jedes einzelnen Autos, usw.
 
Je weniger Energie jedes einzelne Gebäude und jedes einzelne Auto in Bensheim verbraucht, desto weniger Geld geben die Bensheimer Bürger-Innen aus, desto reicher sind sie. Aber noch wichtiger ist. Je weniger Energie die Stadt Bensheim verbraucht, desto besser für das Weltklima.
 
Bürger-Innen sind frei zu tun, was sie wollen. Niemand wird von irgendeiner Ideologie gezwungen, seine Aktivitäten einzuschränken. Alle können ihr Leben frei gestalten. Dazu gehört auch die Freiheit, eine Energiegemeinschaft mit jenen Bürger-Innen zu gründen, die sich auf einen Plan zur Steigerung der Energieeffizienz einigen wollen.
 
Die Dienstleistungen von Traffle richten sich an jene Bürger-Innen, die sich zusammenschließen wollen. Wir unterstützen sie bei der Erarbeitung und Abstimmung der Frage, wie sie ihre Energieeffizienz steigern können. Die gemeinsame Antwort auf diese Frage nennen wir einen Masterplan.

"Sich auf einen Masterplan zu einigen ist schwierig."


Es gibt viele Wege, die zu erhöhter Energieeffizienz führen. Die Herausforderung für eine Gemeinschaft besteht darin, zu entscheiden, welchen Weg sie eingeschlagen soll.
 
Bevor eine Einigung erzielt werden kann, müssen die möglichen Wege zu mehr Effizienz bekannt sein. Erst wenn alle möglichen Pfade bekannt sind, können die Mitglieder der Gemeinschaft ihren bevorzugten Weg wählen.
 
Unser Vorschlag ist, die vielen realistischen Wege zu mehr Energieeffizienz aufzulisten. Sie mögen mich korrigieren, wenn ich falsch liege. Aber ich glaube, es gibt niemanden, der bestreitet, dass der erste Schritt zu einem Masterplan darin besteht, die möglichen Optionen zu prüfen.
 
Die Schwierigkeit bei der Erarbeitung eines Masterplans für Bensheim besteht also nicht darin, sich auf eine Aufzählung von Optionen zu einigen. Die Schwierigkeit besteht darin, die Optionen zu definieren.
 
Das zu definierende Thema ist komplex. Was ist Energie? Keine Sorge. Ich werde nicht in die Details der Physik gehen. Die meisten Leser werden dieses Fass nach Abschluss der Schulzeit nicht wieder aufmachen wollen. Aber wie sollen die Bürger-Innen die Möglichkeiten der Energiebereitstellung definieren, ohne die Bedeutung des Wortes Energie zu verstehen?
 
Es kommt noch schlimmer. Es gibt viele Fachwörter, die der Black Box namens Energie hinzugefügt werden. Zum Beispiel Energie-"Effizienz". Experten sagen, dass es wichtig ist, "individuelle energetische Sanierungsfahrpläne" aufzustellen, um die "Energieeffizienz" zu steigern.
 
Politiker haben die komplexe Aufgabe, existierende Energie-Systeme (Strom, Wärme, Kälte und Mobilität) technisch zu verstehen, neue Systeme technisch zu beurteilen und sie ihren Mitbürgern zur Verwendung zu empfehlen. Da diese Systeme oftmals noch nie in der Praxis erprobt wurden, sind Politiker gezwungen Empfehlungen abzugeben, ohne zu wissen, ob sie empfehlenswert sind. Denn bei allen neuen Technologien handelt es sich um Wetten auf die Zukunft.
 
Politiker sind daher gezwungen, technische Begriffe um eine politische Dimension zu erweitern. Es gibt nur sehr wenige Fachleute, die sowohl die technische also auch die politische Dimension der Begriffe zutreffend einordnen können.
 
Die Zahl der Personen, die sich die Mühe machen, diese ohnehin komplizierten technischen Begriffe auch in ihrer politischen Dimension zu durchdringen, ist sehr klein. Ich wage zu behaupten, dass zurzeit niemand genau sagen kann, wie unsere Energie-Systeme im Detail technisch und politisch aussehen und wie sie technisch und politisch umgestaltet werden sollen, um nachhaltig und erschwinglich zu sein.
 
Diese Aussage können Sie versuchen an den Beispielen folgender Fachbegriffe zu widerlegen: „Energieversorger“, "Energiegemeinschaft" und "Quartier".
 
Energiegemeinschaften sind in vielen Rechtsordnungen mit Energieversorgern gleichgestellt. Energie, die innerhalb eines Quartiers hergestellt und verkauft wird, ist in vielen Rechtssystemen subventioniert. Im Quartier erzeugte und verkaufte Energie ist also bessergestellt als Energie, die von Energiegemeinschaften oder von Energieversorgern verkauft wird. Warum?
  
"Die Lösung?"
 
Ich kann Ihnen obige Frage nur im Hinblick auf die politische Dimension beantworten. Technisch betrachtet gibt es keine „Energie-Sorten“. Politisch schon.
 
Daher haben wir jeder politischen Dimension eine Ampelfarbe zugeordnet (Ampel-Energie = Traffic Light Energie = Traffle).
 
Einer Studie der Deutschen Energie-Agentur zufolge, ist sogenannte "Sektor integrierte Energieversorgung im Quartier" besonders wirtschaftlich.

Das ist der Ansatz, der im Mittelpunkt unserer Lösung steht.
 
Jeder Verbraucher hat das Recht, still und heimlich sein individuelles Energiesystem zu optimieren. Vergleicht man Energiebilanzen, führen individuell gestaltete Versorgungssysteme im Vergleich zu solidarisch gestalteten Lösungen jedoch zu sub-optimalen wirtschaftlichen Ergebnissen.
 
Zusammenarbeit zwischen Verbrauchern in Quartieren sind messbar wirtschaftlicher als individuelle Lösungen. Die Zusammenfassung von Quartieren in Energiegemeinschaften erhöht die Effizienz erneut. Dies führt zur Minimierung von Energiekosten und erhöhtem Klimaschutz.

In letzter Konsequenz bedeutet dies, dass der Weg seine eigenen Energiekosten still und heimlich zu optimieren nicht zum gewünschten Ergebnis maximaler Kostensenkung führt. Dies geht "leider" nur in Solidarität.
 
Traffle erprobt sein „Ampel-Energie-Konzept“ im Umkreis der Grüne Straße, um Energieversorgung in Quartieren zu optimieren, die zu einer Energiegemeinschaft zusammengefasst werden.
 
Franchise-Nehmer-Innen erhalten darüber hinaus die Option, die Energiewende sofort zu vollziehen. Sie können sich aber auch entscheiden, lieber Kosten zu optimieren und erst im Gleichklang mit den staatlich vorgegebenen Fristen auf fossile Energieträger zu verzichten.
 
"Was ist der erste Schritt?"
 
Traffle unterstützt Franchise-Nehmer-Innen bei der Erstellung individueller energetischer Sanierungsfahrplänen. Das bedeutet, egoistisch die eigene Situation zu betrachten und zu überlegen, wie man die individuelle Situation optimieren kann. Voraussetzung hierfür ist, dass Sie Ihren Status Quo verstehen. Wo stehen Sie derzeit? Und wo wollen Sie hin.
 
Genau zu definieren, wo man steht und wo man hin will, ist eine schwierige Aufgabe.
 
Um Ausgangslage und Lösung zu bestimmen, müssen sich Bürger-Innen durch eine lange Liste von Fragen arbeiten:
  • Welche Energieträger werden genutzt – Kohle, Holz, Gas, Öl? Wie sieht es mit der Wirtschaftlichkeit aus – undichte Fenster, Türen und Wände?
  • Welche Maßnahmen sind in Bezug auf Energieeffizienz geboten - neue Fenster? Welche nachhaltigen Energieerzeugungsanlagen gibt es bereits im Quartier - Solaranlagen?
  • Macht es Sinn, sich einer Energiegemeinschaft anzuschließen? Oder kaufen Sie Solarstrom direkt vom Nachbarn, ohne Energiegemeinschaft? Wie aufwendig ist Quartierstrom? Müssen Sie an langen Sitzungen mit Nachbarn teilnehmen? Wieviel Energie sparen Sie, wenn Sie den Streit um die Äste beilegen, die der Nachbar in Ihren Garten wachsen lässt? Wird er sich zukünftig wie Putin verhalten?
  • Lassen sich vorhandene Energieversorgungssysteme mit Hilfe der Energiegemeinschaft im Quartier koppeln, um professionelle Lösungen zu bauen, die nicht vom einzelnen Nachbar abhängen?
  • Wieviel Energie und wieviel Kosten werden dadurch für einzelne Verbraucher und Erzeuger eingespart? Und wie verbessert sich die Energiebilanz der Solidargemeinschaft und des Einzelnen dadurch?
  • Was kostet eine Bestandsaufnahme und die Beurteilung der Energiebilanz auf Quartierebene? Können Sie in Abstimmung mit anderen Verbrauchern in der Energiegemeinschaft unabhängige Spezialisten beauftragen, die vom Ministerium für Wirtschaft und Klimaschutz zertifiziert sind, um Kosten zur Erstellung Ihres individuellen Sanierungsfahrplans zu minimieren? Die Antwort lautet "ja". Es herrscht Vertragsfreiheit.
  • Nachdem sowohl der individuelle energetische Sanierungsfahrplan als auch der Masterplan für die Gemeinde erarbeitet sind, wie sollen dann Bau und Betrieb koordiniert, finanziert und durchgeführt werden? Individuell oder auf Gemeinschaftsebene?

Sobald Traffle den Status Quo der Franchise-Nehmer-Innen in "individuellen energetischen Sanierungsfahrplänen" ermittelt hat, werden diese zu einem Masterplan verdichtet. Auf der Grundlage des Masterplans werden für Franchise-Nehmer-Innen "optimierte individuelle Sanierungsfahrpläne" erstellt.
 
Franchise-Nehmer-Innen werden nicht gezwungen, den optimierten individuellen energetischen Fahrplan umzusetzen.
 
Traffle hilft seinen Franchise-Nehmer-Innen, optimierte individuelle Sanierungsfahrpläne zu finanzieren, umzusetzen und zu betreiben.
 
"Entscheidend für die Wirtschaftlichkeit ist die Kompetenz der Fachplaner-Innen."
 
Nachdem Franchise-Nehmer-Innen oder deren unabhängige Experten einen (egoistischen) individuellen Sanierungsfahrplan erstellt haben, optimiert Traffle die Vorschläge aus Quartiers- und Energiegemeinschafts-Sicht nach dem "Ampel-Energie-Prinzip".

Die Wirtschaftlichkeit des von Traffle vorgeschlagenen Franchise-Systems zeigt sich schon bei der Beauftragung individueller energetischer Sanierungsfahrpläne. Wenn Traffle über Energiegemeinschaften die Beauftragung der Spezialisten koordiniert, sparen Franchise-Nehmer Geld. Denn bei der gemeinsamen Beauftragung von Spezialisten durch hunderte von Franchise-Nehmern können Rabatte verhandelt werden. Die Unabhängigkeit der Berater und die Qualität der Ergebnisse leidet darunter nicht. Im Gegenteil. Vier Augen sehen mehr als zwei.

Die koordinierte Beauftragung von Baumaßnahmen, nach Erstellung der optimierten individuellen Sanierungspläne durch Traffle, führt zu ähnlichen Kosteneinsparungen. 

Traffle koordiniert die Gründung der Energiegemeinschaft, Erstellung der individuellen Sanierungsfahrpläne im Quartier, die Abstimmung der optimierten individuellen Sanierungsfahrpläne mit Behörden und Energieversorgern, die Beauftragung der Baumaßnahmen, Überwachung der Bauausführung, schlüsselfertige Übergabe, Betrieb und Wartung.

Wir haben zu diesem Zweck einen Stab an Ingenieuren, Mathematikern, Informatikern, Betriebswirten, Volkswirten, Juristen, Bauunternehmern, Generalunternehmern und Investoren zusammengestellt.
 
"Jeder wählt Energieträger und Lieferanten selbst."
  
Traffle-Franchise-Nehmer-In zu werden bedeutet nicht, dass Sie in der Wahl Ihres Energieversorgers eingeschränkt sind. Im Gegenteil. Traffle bündelt möglichst alle Energiewertschöpfungsketten auf Quartierebene und macht sie per Mausklick lieferbar.
 
Sie können sich für eine "autarke Energie-Insel" entscheiden, sich entsolidarisieren und profitieren trotzdem von Traffle, weil der Masterplan bereits solidarisch optimiert ist.

Von einer koordinierten Abarbeitung der Fragen, die zur Optimierung der Energiebilanz und Vollziehung der Energiewende auf Quartierebene notwendig sind, profitieren alle. Auch Egoist-Innen.
  
"Welches Franchise-Modul nutzen?"
  
Traffle bietet seinen Kund-Innen unterschiedliche Franchise-Module an.

Franchise-Nehmer-Innen sind Personen, die für die Gestaltung von Energiesystemen rechtliche Verantwortung tragen.

Wir haben die rechtlich für Energiesysteme verantwortlichen Entscheider-Innen neun Gruppen zugeordnet:

Verbraucher-Innen, Erzeuger-Innen, Netzbetreiber-Innen, Fachplaner-Innen, Handwerker-Innen, Banken, Träger der öffentlichen Verwaltung, Politiker-Innen und Eigentümer-Innen.

Für jede dieser Gruppen haben wir ein Franchise-Modul entwickelt. Gemeinsam erarbeiten Franchise-Nehmer-Innen den Masterplan für Bensheim.

Senden Sie uns eine Nachricht, wenn Sie weitere Fragen haben oder beantragen Sie hier Ihr Traffle-Franchise.
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<![CDATA[Energiewende. Radikal?]]>Sat, 03 Dec 2022 23:00:00 GMThttp://traffle.net/blog/energiekosten-senken-leichtgemachtAngesichts hoher Energiekosten würden Verbraucher ohne Solaranlagen gerne Solarstrom-Überschüsse von Nachbarn kaufen. Solarstromüberschüsse werden zum Teil für 4 Cents an Netzbetreiber verkauft. Oder sogar abgeregelt. Sollte der Energiemarkt nicht einfach dereguliert werden? Jeder kauft dort, wo es am günstigsten ist.
  
Die gute Nachricht vorweg. Technisch wäre dies möglich. Der Gesetzgeber erlaubt diese Art des Stromkaufs seit 2021 in sog. „Quartieren“. Vor dem Hintergrund verfügbarer günstiger Solarenergie und rasant gestiegener Energiekosten, könnte man vorschlagen, den Strommarkt vollständig zu deregulieren. Jeder optimiert sich im Alleingang.
  
"Für Regulierung sprechen gewichtige Gründe."
  
Um zu verstehen, weshalb es Verbrauchern nicht gestattet ist, ihren Solarstrom bundesweit für 4 Cents zu verkaufen, ist es erforderlich, sich in unser sehr komplexes und verschlungenes Energieversorgungssystem hineinzudenken.
 
Seit Kohle, Öl, Gas und Atomkraft zur zentralen Energieversorgung (Strom, Wärme, Kälte und Mobilität) genutzt werden, sind weltumspannende Wertschöpfungsketten entstanden.

Moderne Gesellschaften sind auf optimierten fossilen und nuklearen Energiesystemen aufgebaut:
  • Exploration und Produktion von Rohstoffen an wenigen Lagerstätten durch eine kleine Anzahl von Produzenten;
  • Veredelung und Verteilung der Energieträger;
  • Zentrale Erzeugung und Verteilung von Energie.
 
Zentrale Erzeugung und Verteilung fossiler und nuklearer Energie hat über ein Jahrhundert die Versorgung von Verbrauchern zu gleichen und möglichst günstigen Bedingungen gewährleistet.

Unser zentral organisiertes fossil und nuklear basiertes Energiesystem ist schützenswert, bis ein wettbewerbsfähiges regeneratives Energiesystem geschaffen ist.
  
"Wie kann der Wechsel zur Nutzung regenerativer Energieträger schnellstmöglich gelingen?"
 
Nicht technische, sondern politische Probleme bremsen die Energiewende. Die zentrale Frage lautet: Wie sehen die Entscheidungsprozesse aus, die zur Festlegung neuer Spielregeln führen?

Bei der Beantwortung dieser Frage hilft der Blick auf die Entwicklung der "Kutsche ohne Pferd" namens Automobil.

Wie sieht ein Straßennetz aus, auf dem „Kutschen ohne Pferde“ fahren? Selbst der Erfinder des Otto-Motors konnte sich weder Ferraris noch vierspurige Autobahnen vorstellen.
 
Ein Wettbewerb von „Pferd, Benzin-, und Dieselmotor“ musste vorausgehen, um die Art der Autos, Lkws und des Verkehrssystems zu bestimmen, das wir heute kennen. Wir haben uns weltweit noch nicht darauf geeinigt, auf welcher Straßenseite wir fahren. Während dessen diskutieren wir, wie Verbrennungsmotoren durch Elektromotoren oder Brennstoffzellen ersetzt werden können.

Auf vergleichbare Weise wird die Energiewende gelingen, wenn Pioniere die Möglichkeit erhalten, frei von Einflüssen der "Pferde-Lobby" ihr gutes Recht einfordern, eigene Pferde ins Rennen zu schicken.

Durch Trennung von Stromnetzbetreibern und Stromerzeugern hat der Gesetzgeber bereits dafür gesorgt, dass "Pferdebesitzer" nicht weiterhin über den Ausbau der "Straßennetze" entscheiden.
 
"Zauberformel für zügigen Wandel ist damals wie heute Wettbewerb."
 
Dezentrale erneuerbare Energieversorgungssysteme sind mittlerweile technisch ausgereift und werden vor allem im Bereich der Solarenergie in weiten Teilen der Gesellschaft genutzt.

Im Wettbewerb wird sich die Energiewende stetig, solide, zügig und erfolgreich vollziehen.

Dabei werden wir sicherlich auch über den eigenen Tellerrand blicken müssen, um zu sehen, welche effizienten Systeme in anderen Ländern genutzt werden. Etwa Ethanol in Brasilien. Dort fahren Verbrennungsmotoren nachhaltig mit pflanzlichen Energieträgern. Und dies klimafreundlicher als Elektrofahrzeuge.

Alle Wettbewerbsvorschläge müssen auf den Tisch und kritisch geprüft werden. Im Wettstreit wird sich entscheiden, welche Methoden der Solidargemeinschaft, dem Einzelnen und dem Klima am effizientesten dienen.
 
"Zu guter Letzt zum Wettbewerbsbeitrag von Traffle."
  
Das Pferd, das Traffle ins Rennen schickt, heißt Ampel-Energie.

Wir bündeln gemeinsam mit Bürger-Innen vorhandene energetische Wertschöpfungsketten, kennzeichnen sie farblich nach Herkunft und überlassen Bürger-Innen die Entscheidung, welche Versorger sie wählen, wie im Supermarkt.

Traffle regelt Energieflüsse in öffentlichen und privaten Versorgungsnetzen mit Hilfe "digitaler Ampeln" zunächst nach Gesichtspunkten der Energiebilanz und letzendlich nach Kundenwunsch.
 
"Nicht nur wir bei Traffle meinen, zukünftige Energieversorgungssysteme laufen „vorwärts“, „rückwärts“ und "seitwärts".
 
Ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, die Mehrheit der Fachwelt steht auf dem Standpunkt, zentrale Energiesysteme sollten sich auf das Puffern von Fehlmengen beschränken, die Verbraucher nicht selbst lokal und regenerativ erzeugen können.

Diese neue Rolle anzunehmen, fällt etablierten zentral organisierten Energieversorgern schwer.

Denn sie werden zukünftig nur dann ihre Anlagen unter Vollast nutzen,  wenn Verbraucher es nicht schaffen, sich selbst mit Energie zu versorgen.

Das ist die bittere Pille, die wir als Energieunternehmer schlucken müssen.
 
"Traffle wirbt für stetige Anpassung gesetzlicher Regeln entlang der Linien, die in unfassbarer Geschwindigkeit im Wettbewerb der Systeme sichtbar werden."
  
Nur durch Wettbewerb wird die Energiewende schneller gelingen, als die "Letzte Generation" befürchtet.
 
 
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